Das Orchester DAAU wurde vor gut 10 Jahren von vier klassisch
ausgebildeten Musikern in Antwerpen, Belgien, gegründet:
Buni Lenski (Violine), Simon Lenski (Cello), Han Stubbe (Klarinette)
und Roel van Camp (Akkordeon).
Der seltsame Name ist ein Zitat aus Hermann Hesses Steppenwolf,
und er passt überaus gut, denn auch und vor allem musikalisch
pfeifen DAAU auf alle Regeln und Grenzen des klassischen Musikbetriebs.
Sie selbst sagen: "Wir sind klassisch entgleist und spielen
mit einer Rock-Intention". Vergleichbar der Musik eines
Michael Nyman oder des Streichquartetts von dessen 1. Geiger
Alexander Balanescu kombinieren DAAU die Energie, den Geist
und die Simplizität des Punk mit der Virtuosität klassischer
und der Tanzbarkeit folkloristischer Musik und der Vielfalt
des Jazz.
DAAU sind dabei vor allem eines - ein Liveact. Seit Jahren
betouren sie die Bühnen dieser Welt: Auftritte bei Folklore-,
Jazzfestivals (u.a. 2x Montreux Jazz Festival, Texaco Jazz Festival
NYC) oder Rockfestivals (Haldern 2004), Toursupport für
Björk, 16 Horsepower, dEUS oder Tortoise beweisen, dass
DAAU ein veritabler Bühnenknüller sind. Wer sie bereits
live gesehen hat wird das lebhaft bezeugen.
Das neue Album "Tub Gurnard Goodness", DAAUs viertes
reguläres Studioalbum, kann als Rückkehr zu den Wurzeln
angesehen werden. Nach einem für beide Seiten eher enttäuschenden
Flirt mit der Majorcompany-Maschinerie von Sony, die mit den
zwischenzeitlich um elektronische Elemente angereicherten Aufnahmen
wenig anzufangen wusste, stehen auf dem neuen Album Elemente
osteuropäischer Folklore, das Klezmer-Feeling, im Fokus.
Daneben finden sich auf "Tub Gurnard Goodness" zwei
Songs mit der Gastsängerin Angelique Willkie, beides ungewöhnliche
Reggaesongs in Anbetracht der DAAU-Besetzung, und ein Cover
von Radioheads "2+2=5" (von Hail To The Thief').
Ein spannendes und erstaunliches Album, das uns DAAU da bescheren!