Franz Kasper - Reviews

Franz Kasper - "The Grasshopper And Me"
Release: 09/2005
Label: Day-Glo/Pias
Vertrieb: Rough Trade

Magazin Rolling Stone 08/05

"Die Phrase vom verkannten Genie sparen wir uns - Kasper, studierter Philosoph, langhaariger, schlafzimmeräugiger Kölner am Piano, bringt die vierte Platte an und bleibt einer der eigenartigsten, unentdecktesten Sänger. Hoch komplexer, extrovertiert gequengelter Songwriter-Pop, Soli von der Axt-Gitarre und Geige, ein Cover von Lennons "Nobody Told Me."
Joachim Hentschel

Magazin Spex 08/05

"Aha, das kann man hierzulande also auch schon. Gemeint ist jene "andere" Art des Songwriting, eine Art non-linearer Alternative Folk, eine genauso abseits alter Ikonen wie irgendwelcher journalistisch zu Bewegungen gebündelten Einzelschicksale stattfindende Musik…Darüber hinaus hat in diesem speziellen Fall der Künstler darauf geachtet, seine Songs mit abwechslungsreichen Instrumentierungen zu versehen, die zu keinem Zeitpunkt so überladen wirken wie einige andere Veröffentlichungen des Genres (?) - wobei einzelne Instrumente, wie die brillant gespielte Geige, dem Ganzen einen hohen Wiedererkennungswert verschaffen. Dieser Produktion geht auch jegliche LoFi-Attitüde ab, alles klingt sauber - für solche Musik eher ungewohnt".
Ralf Bei der Kellen

Magazin Kölner Stadtanzeiger 08/05

"What am I doing here?" fragt Franz gleich beim ersten Stück. Das können wir beantworten. Kasper kann Stücke schreiben, die auch kunstvoll arrangiert noch wie fröhlich hingeworfene Genieblitze klingen. Vielleicht, weil sie es sind. Wahrscheinlicher, weil Kasper herausgefunden hat, wie Jazz rocken kann. Noch was kann der Kasper: Schöne Beziehungslieder schreiben, ohne in larmoyante Indie-Innerlichkeiten zu verfallen. Als einzige Coverversion gibt es übrigens das großartige "Nobody Told Me" von John Lennon. Passt schon. Kasper ist elementar und sollte bitte von vielen oft gehört werden."
Christian Bos

Magazin ard/zdf Videotext Kulturtipps 09/05

"Das aktuelle Kasper-Album markiert eine in der deutschen Rock- und Popmusik fast verbotene Position: eine Idee von Pop, die an den Enden von Jazz, Blues und Piano-Musik hängt, ohne sich aus aktuellen Sound- und Songdiskursen komplett auszuklinken."The Grasshopper And Me"ist ein hoch emotionales Songdutzend im Miniorchester-Sound mit Trompete, Mandoline und Violine geworden und von seltsamer Tiefe und Verspieltheit."

Magazin Prinz 09/05

"Auf seinem vierten offiziellen Album gelangt der Kölner Multiinstrumentalist zu völler Blüte: Weitblickendes Songwriting, ausufernde Arrangements und gekonnte Spannungsbögen ergeben ein gelungenes, zeitloses Popalbum - und stimmlich bewegt sich Kasper ja sowieso ganz weit oben".<br>
Martin Steuer

Magazin Triggerfish 09/05

"Tolle Melodien mit überraschend hohem Ohrwurm-Faktor fügen sich nahtlos in vertrackte Rhythmen. Verschnürt wird dieses Packet mit intelligenten und charmant kratzbürstigen Arrangements. Ganz großes Tennis bieten dabei besonders Kees van Zomeren am Bass und Radek Stawarz, dessen Violinenspiel zuweilen an Sioen und dEUS erinnert.
Bei aller Konstanz ist The Grasshopper And Me jedoch keine abgepauste Kopie des Vorgängers. Auf der Suche nach der optimalen Symbiose zwischen Jazz und Pop haben sich die Musiker weiter als zuletzt auf den schmalen Grad zwischen zwar guten aber auch alltäglichem Pop und verschwurbelter Kleinkunst für elitäre Minderheiten hinaus gewagt. Dass die Band dabei nicht abgestürtzt ist, spricht für sich und weckt schon jetzt Vorfreude auf die nächsten Alben".
Tim Loppe




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