Once
Upon A Little Time ist Parishs erstes Album mit Gesang
seit 15 Jahren.
Parish began seine Karriere als Sänger bei der Kultband
Automatic Dlamini, die 2 Alben in den späten 80er Jahren
veröffentlichten. In dieser Band spielte zu jener Zeit
auch Polly Harvey.
Zu Beginn der Neunziger Jahre wurde es Parish ungemütlich
in der Rolle des Frontmanns und wählte stattdessen zum
einen den Produzentenstuhl und auf der anderen Seite spielte
er Gitarre und Schlagzeug
bei vielen uns wohl bekannten Bands, wie den Eels, Giant Sand
und natürlich in den Neunzigern mit
PJ Harvey.
John Parish's "How Animals Move" wurde 2002 auf Thrill
Jockey veröffentlicht. Die letzte Show mit der Band, die
auf
"How Animals Move" zu hören ist, fand im Mai
2003 auf dem Primavera Festival in Barcelona statt. Von da an
beschäftigte
sich Parish mit neuen Songs für ein neues Album. Er wollte
diesesmal etwas komplett anderes machen. Etwas intimes, intensives,
etwas ernstes, etwas frivoles, manchmal wunderschön, manchmal
hässlich.
Dies neue Album entstand denn auch unter Mitwirkung von Adrian
Utley (Portishead), Jeremy Hogg (PJ Harvey) und Hugo Race
(Bad Seeds). Alle gaben sie ihren ganz persönlichen Beitrag
zu dem neuen Album, aber Once Upon...ist wirklich ein
Bandalbum geworden. Denn die Kerngruppe bestehend aus John Parish,
Marta Collica, Giorgia Poli und Jean Marc Butty
entwickelten ein musikalisches Gespür, welches nur eine
Band haben kann.
John Parish lieferte als Produzent und/oder Musiker geniale
Werke mit 16 Horsepower, Eels, Giant Sand und PJ Harvey ab.
Freuen wir uns auf ihn und seine Band. Das Album ist schon mal
richtig genial, wie im Uncle Sally's nachzulesen ist:
"John Parish macht keine halben Sachen. Schreibt oder
produziert er Songs für jemand anderen, dann nur, um bleibenden
Eindruck zu hinterlassen. So verhalf er Mitte der Neunziger
PJ Harvey zum internationalen Ruhm, gab vor einigen Jahren bei
Nick Caves Bad Seeds ein kurzes Stelldichein und nahm gemeinsam
mit den Eels das famose Album 'Souljacker' auf. Mit 'Once Upon
A Little Time' veröffentlicht Parish den Nachfolger zum
2003er Debüt 'How Animals Move', und so kompakt hat sich
der Tausendsassa selten präsentiert:
schnörkelloses Songwriting, dass teils an die ruhigen Sonic
Youth, teils an die lauten Shellac erinnern lässt.
Magische Momente zwischen Einsamkeit und Unverständnis.
'Once Upon A Little Time' ist keine Platte zum flüchtigen
Liebhaben. Eher für den Augenblick, der zur Ewigkeit werden
kann".
Marcus Willfroth