Monoland


Die Band MONOLAND formierte sich 1996 in Berlin um moderne post-pop- Songs zu kreieren. Die Musik von MONOLAND in verständlichen Worten zu bestimmen, daran sind schon viele gescheitert. Im Info zum ersten Longplayer (manouva) stand "rauschen" - immer noch treffend, wenn man sich auf die Gitarren als wesentliches Element von dieser eigenen Version von Noise verweisen will. MY BLOODY VALENTINE als Referenz gibt einem Halt, wenn man das Warme, Analoge, Organische beschreiben will. Das ist genau, in was man bei MONOLAND immer wieder tauchen kann - am besten wenn man sie auf einem dieser Gigs sucht, auf dem sie die Luft atmosphärisch zum Schwingen bringen, wie wenige andere acts. Damit ist das Phänomen MONOLAND allerdings noch keineswegs hinreichend bestimmt. Loops durchbrechen den Sound immer dann, wenn das Elegische den Noise zu ersticken droht. Dann tritt das Irritierende hinzu: scharfkantige, häufig an der Grenze des Zumutbaren, digitalisierte Sounds, deren Lo-fi-Qualität dem Pop Charakter geben, indem sie ihnan seine Grenzen bringen - an jenen Ort, an den er für MONOLAND gehört. Der Rest ist Schillern zwischen Soundwänden in Langsamkeit, Triphop-Elementen, Trackstrukturen und wie aus Lethargie befreitem Gitarrenpop. An MONOLAND werden sich alle diejenigen berauschen können, die Musik vor dem inneren Auge visualisieren oder die den Verästelungen der Melodien und Akkorde folgen oder die in einem Klangraum stehen wollen und an nichts denken oder die an nichts denken wollen und dafür einen Klangraum brauchen.


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