Die Band MONOLAND formierte sich 1996 in Berlin um moderne
post-pop-Songs zu kreieren. Ende 98 erschien ihr Debüt-
Album "MANOUVA" (Postrock im Kopf, MY BLOODY VALENTINE
im Bauch (Metrobeat Berlin)). Nach unzähligen Konzerten,
Support-Touren mit ((tam)) und DIE ART, erscheint nun das zweite
Album der Berliner. Als Ort suchte man sich die neue Wirkstätte
Seba Fells, dessen multiple-noise-studio sich mittlerweile die
Räume mit den Einstürzenden Neubauten bzw. Die Haut
teilten. Hier - zwischen den Bändern und Turbinenteilen
von Halber Mensch und Ende Neu - entstanden neue Aufnahmen und
eine neue Platte ...
Die Musik von MONOLAND in verständlichen Worten zu bestimmen,
daran sind schon viele gescheitert. Im Info zum ersten Longplayer
(manouva) stand "rauschen" - immer noch treffend,
wenn man sich auf die Gitarren als wesentliches Element von
dieser eigenen Version von Noise verweisen will, wie ihn MONOLAND
auch auf ihrer neuen Platte zelebrieren. MY BLOODY VALENTINE
als Referenz gibt einem Halt, wenn man das Warme, Analoge, Organische
beschreiben will. Das ist genau, in was man bei MONOLAND immer
wieder tauchen kann - am besten wenn man sie auf einem dieser
Gigs sucht, auf dem sie die Luft atmosphärisch zum Schwingen
bringen, wie wenige andere acts. Damit ist das Phänomen
MONOLAND allerdings noch keineswegs hinreichend bestimmt. Loops
durchbrechen den Sound immer dann, wenn das Elegische den Noise
zu ersticken droht. Dann tritt das Irritierende hinzu: scharfkantige,
häufig an der Grenze des Zumutbaren, digitalisierte Sounds,
deren Lo-fi-Qualität dem Pop Charakter geben, indem sie
ihn an seine Grenzen bringen - an jenen Ort, an den er für
MONOLAND gehört.
MONOLAND ist Klangland. Ein Klangland, dessen Räume aus
rauschenden Gitarren, sample-loops, stehenden Bässen, leiser
Stimme aber auch aus hypnotisch kreisenden Melodien gebildet
werden. Emotionalität ist der wandelbare Schwerpunkt, um
den MONOLAND aus Berlin auch auf ihrer zweiten CD "COONING"
kreisen und auf den jedes ihrer oft disparat scheinenden Stücke
zurückgeführt werden kann. Der Rest ist Schillern
zwischen Soundwänden in Langsamkeit, Triphop- Elementen,
Trackstrukturen und wie aus Lethargie befreitem Gitarrenpop.
An MONOLAND werden sich alle diejenigen berauschen können,
die Musik vor dem inneren Auge visualisieren oder die den Verästelungen
der Melodien und Akkorde folgen oder die in einem Klangraum
stehen wollen und an nichts denken oder die an nichts denken
wollen und dafür einen Klangraum brauchen.
Die Presse:
"Monoland sind im Ansatz wie Sigur Rós, nämlich
neu und anders" (Intro)
"...Reminiszenzen in Richtung Console, Pole, Notwist,
Radiohead, DJ Shadow oder Mogwai" (Eclipsed)
"Während sich also in der entscheidenden Entwicklungsphase
Berlins zum Popwunder der Republik alle anderen irgendwo neben
den Kamin stellten und spielten, mussten Monoland darauf warten,
dass Ihnen die notwendigen Voraussetzungen für ihren Wall
of Sound lieferte,..." (taz)
"Kulturwissenschaftler Steven Shaviro über My Bloody
Valentine: "Diese Musik attackiert nicht nur Deine Ohren,
sie belagert Deinen gesamten Körper. Sie packt Dich körperlich,
kriecht über Deine Haut, dringt in Deine Öffnungen
ein, gleitet in Dich und zerdrückt Deine inneren Organe."
Zu Monoland hätte er bestimmt nicht dasselbe, aber Ähnliches
verfasst." (taz)
"Ausserdem ist bald Winter, da braucht man so eine Musik
wieder." (Spex)