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CD Review Jimi Tenor - Beyond the stars
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Jimi Tenor - Beyond The Stars
 Hat man für so etwas denn noch ein paar Ohren? Jimi Tenor aus finnischen Landen serviert uns Kostbarkeiten aus aller Herren Länder frisch auf den Plattentisch. Die ersten Momente der Annäherung ließen nur ungläubiges Staunen bei mir zurück. Mit welcher Stilsicherheit sich hier durch den Kosmos von weltmusikalischen Errungenschaften gespielt wird, ist schon beeindruckend. Ausgehend von lateinamerikanischer Rhythmik, Barmusik, Ballermann Melodik, 50er Jahre Big Band Sound, ja sogar stellenweise Chorarrangements im Stile von Krzisztof Penderecki oder dessen Wegbereiter György Ligeti lassen hier wirklich nur annäherungsweise erahnen, auf welch schmalem Grad des Wahnsinns sich der Meister mit Band bewegt. Nun gut, ich habe mir sagen lassen, dass dieser musikalische Kopf schon mehrere Veröffentlichungen realisiert hat, die ähnlich komplex und durchgeknallt sind und dies in Schwindel erregender Häufigkeit. Es scheint kein Jahr zu vergehen, in dem Mr. Tenor keine Veröffentlichung vom Stapel lässt, man will es wirklich kaum wahrhaben, doch es ist so. Leider birgt natürlich eine solche Flut von Veröffentlichungen die Gefahr der Beliebigkeit der Songs, aber dafür steckt einfach zu viel musikalisches Know How in diesem Stoff. Einzig die für meinen Geschmack etwas überschwappende Anzahl an unterschiedlichen Stilen, die die Platte als ganzes doch etwas verwirrend erscheinen lässt, hindert mich hier an der Höchstwertung. Doch dies hat letztendlich kaum Relevanz für die großartigen Momente, die „Beyond the stars“ in sich birgt. Höchste Anerkennung vom Gipfel des Monte Dilettante.
Mietze
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